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Wirtschaftsplan der WEG erstellen: Kosten und Hausgeld planen

Aus erwarteten Kosten, Rücklagenbedarf und Verteilerschlüsseln nachvollziehbare Hausgeldvorschüsse vorbereiten.

Von beschlussreif.de · Redaktionell aktualisiert am · Über diesen Ratgeber

Das Wichtigste zuerst

Der Wirtschaftsplan schätzt die Einnahmen und Ausgaben des kommenden Planungszeitraums. Daraus werden die zu beschließenden Vorschüsse vorbereitet. Verwenden Sie aktuelle Verträge und bekannte Änderungen statt ungeprüft die Vorjahreszahlen zu kopieren.

Schritt für Schritt

  1. Vorjahr und aktuelle Verträge abgleichen.
  2. Kosten und Rücklagenbedarf planen.
  3. Schlüssel und Einzelvorschüsse berechnen.
  4. Liquidität prüfen und Beschluss vorbereiten.

Die Ausgangszahlen belastbar machen

Sammeln Sie laufende Verträge, letzte Abrechnung, bekannte Preisänderungen und geplante Maßnahmen. Trennen Sie laufende Bewirtschaftung und Rücklagenzuführung. Prüfen Sie für jede Kostenart den geltenden Verteilerschlüssel. Eine größere Reparatur kann eine gesonderte Entscheidung und Finanzierung benötigen. Der Plan ist eine Prognose; er darf aber keine bereits bekannten Kostensteigerungen oder Zahlungslücken verdecken.

Vorschüsse und Liquidität zusammen betrachten

Leiten Sie die Einzelvorschüsse nachvollziehbar ab und prüfen Sie, ob die Gemeinschaft zu den tatsächlichen Fälligkeitsterminen zahlen kann. Ein rechnerisch ausreichender Jahresbetrag hilft wenig, wenn eine große Rechnung früh im Jahr fällig ist. § 28 WEG unterscheidet Wirtschaftsplan, Vorschussbeschluss und spätere Abrechnung. Dokumentieren Sie Fälligkeiten und gegebenenfalls den Umgang mit einem späteren Anschlussbeschluss im konkreten Beschlussentwurf.

Ein Beispiel aus dem Verwaltungsalltag

Fiktives Beispiel – keine Daten einer realen Gemeinschaft.

Der neue Gasabschlag steigt deutlich. Die WEG passt die Prognose an und erklärt die Veränderung im Plan, statt erst nach Jahresende eine überraschende Finanzierungslücke festzustellen.

Tipps für die Selbstverwaltung

  • Begründen Sie größere Abweichungen zum Vorjahr in einer kurzen Spalte.
  • Planen Sie Szenarien für unsichere größere Kosten, ohne Schätzungen als Angebote darzustellen.

Ihre Checkliste

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Quellen und Grundlagen

Gesetzliche Anforderungen, Vereinbarungen Ihrer Gemeinschaft und praktische Empfehlungen sind zu unterscheiden. Der redaktionelle Stand ist keine individuelle rechtliche Prüfung.

So unterstützt Sie Beschlussreif

Im Abrechnungsbereich Ihrer Gemeinschaft können Sie Belege und Kontoumsätze bearbeiten. Die Zuordnung und Vollständigkeit der Ausgangsdaten bleiben zu prüfen, bevor Sie Ergebnisse zur Entscheidung vorlegen.

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